Datum: 2023-11-09 21:58:00;
Stichwort: Härtel
Nach etwas längerem Nachdenken gefällt mir der Satz über die angeblich unzureichenden Englischkenntnisse immer weniger.
A. 1. Es war in der DDR nicht so, dass kein Englisch auf der Oberschule gelehrt wurde. Es war nur nicht erste Fremdsprache.
2. Wie schon beschrieben wurde, gab (und gibt) es Trainer, die kaum eine Fremdsprache (manche noch nicht mal richtig Deutsch) konnten (können) und trotzdem herausragende Trainer waren.
3. Es gibt auch jede Menge Spieler, die kein Englisch können. Auch das sollte uns bekannt sein, wie hier bereits angemerkt wurde.
4. Die Fußballsprache ist international. Es ist gewissermaßen ein Esperanto auf Beinen.
B. 1. Dieser Aspekt kann es daher nicht gewesen sein.
2. Sollte er es aber aus Gründen, die sich mir nicht erschließen, doch in irgendeiner Weise eine Rolle gespielt haben, dann fällt dieser Punkt, wie ich schon schrieb auf die Verantwortlichen zurück, die Härtel ausgesucht haben, als da wären: PV, AR und auch BK.
Bei Fremdsprachenkenntnissen kann sich insbesondere der AR auch nicht mit dem Argument kommen, das er sonst gern anbringt: Man müsse ja auf den Sachverstand des Sportdirektors und dessen Vorauswahl von Kandidaten vertrauen. Das Argument trägt ohnehin nicht weit. Denn wenn man als AR Bedenken bei einem der Kandidaten, die einem präsentiert wird hat, dann darf man eben nicht zustimmen, sondern muss um weiter Kandidaten bitten. Macht man das nicht, dann ist mir unklar, was das Wort "Aufsicht" im Namen dieses Gremiums überhaupt noch bedeutet. Umso mehr gilt das, wenn allgemeine von jedem mit Abitur einschätzbare Qualitäten geht. Ich weiß ja nicht, wie der AR zu der Äußerung von BK steht. Was ich hin und wieder aber höre, geht aber in die von mir beschriebene Richtung: Der Sportdirektor schlägt vor und wir vertrauen.
C. Wenn ich jetzt mal alles zusammenfasse, sieht es für mich so aus:
Das Zitat von BK, wenn es denn so gefallen ist, reiht sich gleichsam ein in eine traurige Braunschweiger Tradition des Nachtretens nach Trainerentlassungen. Zumindest kommt es dem sehr nahe. Ein probates Mittel neben anderen: Erst Trainer raus. Dann Nachtreten. Dann kurz vor der JHV noch den Sportdirektor kanten, um das Volk zu beruhigen. Hauptsache an den Verantwortlichen im Verein und AR bleibt nichts hängen. Dass das Eingestehen von eigenen Fehlern auch Größe zeigt und der Anfang sein kann, Vertrauen wieder aufzubauen und damit einen echten Neustart zu wagen, scheint nicht mehr zu den Traditionen unseres BTSV zu gehören.