Datum: 2023-07-29 14:06:00;
Stichwort: Finanzen
@Kayleigh71
Also wenn der Exil-Löwe behauptet, daß wir allein wegen Kölmel kein Geld haben, dann ist das Blödsinn und dann sollte man das auch so benennen dürfen.
Daß die weniger gut laufenden Dinge bei Eintracht dir und Gleichgesinnten nicht so gut in den Kram passen, deshalb gern unter den Teppich gekehrt werden, ist bekannt, macht es aber nicht besser.
Letztendlich hängt das für die jeweilige Mannschaft zur Verfügung stehende Geld von Einnahmen, Ausgaben und Prioritäten im Verein ab.
Dazu kommen dann noch Attraktivität des Standortes und Vereins sowie das Näschen, Geschick und Können der entsprechenden Verantwortlichen, Spieler zu möglichst günstigen Konditionen zu verpflichten.
Davon auszugehen, daß Eintracht in der Gesamtbetrachtung finanziell völlig abgeschlagen am Ende der Nahrungskette steht, ist schlicht und ergreifend Bullshit.
Selbst wenn man davon ausgeht, daß, wie nach Andi's Rechnung, nur gut 2 mio Einnahmen aus den Kartenverkäufen übrig bleiben, sind das immer noch locker eine mio mehr als Vereine wie Sandhausen, Heidenheim, Regensburg oder Kiel hatten bzw. haben.
Wie man am Beispiel HH sieht, kann man für weniger als eine mio einen Pherai verpflichten, Sandhausen und Regensburg konnten sich jahrelang in Liga 2 halten und Heidenheim ist in die 1. Liga aufgestiegen.
Die Probleme liegen schon sehr lange bei den handelnden Personen (das geht bis weit in die Ära TL und MA zurück) und bei den vielen spinnerten Fans.
Anstatt z. B. einen ligatauglichen Spieler mehr zu verpflichten und die Klasse in Liga 1 zu halten, macht man lieber einen auf sentimental und nimmt Vrancic mit, weil der das Aufstiegstor geschossen hat, gibt lieber Geld für irgendwelche Umzüge des NLZ aus, verpflichtet Yildirims für das großspurig angekündigte Unternehmen Wiederaufstieg in Liga 1, drückt Gelder für die Sparten des Gesamtvereins ab oder gibt einem Trainer einen neuen Vertrag bevor man ihn ein paar Monate später raus schmeißt.
Die Liste ist nicht vollständig und dient nur als Beispiel.
Was machen die dämlichen Fans?
Die sammeln viel, gutes und hart erarbeitetes Geld. Allerdings nicht für einen Spieler. Nein, für den Namen des Leichtathletik-Stadions und selbst den nur für eine begrenzte Zeit, bis dann erneut gesammelt werden darf.
Für das gute Gefühl. Wo kommen wir denn hin, wenn der Laden Willes Brillenbude heißt?
Am allerbesten sind dann noch jedes Jahr wiederkehrend die Vorschläge für neue Spieler.
Bicakcic ist da so einer der vielen Geheimtipps.
Wichtig ist nicht die fußballerische Qualität und eine möglichst hohe Wahrscheinlichkeit, selbige für Eintracht auf den Platz zu bringen.
Nein, er sollte mal ein Jahr für Eintracht gespielt haben was allein schon für den Legendenstatus reicht. Zusätzlich kann er durchaus bei Abstieg für die nächsten 10 Jahre bei einem Retortenverein untergekommen sein.
Alter mittlerweile weit in den Dreißig und Vollinvalidität sind kein Hinderungsgrund.
Soviel Hirn kann selbst Gott nicht regnen lassen, wie es in BS benötigt wird.
Profifußball gibt es nur unter Profibedingungen und mit Profis im Verein.
Allein wer so einen sittenwidrigen Vertrag mit Kölmel unterschreibt, der Eintracht ein vielfaches an Kosten über Jahrzehnte auferlegt, als er eingebracht hat, gehört in die Klappsmühle oder ins Gefängnis aber sicher nicht in den Profifußball.
Selbst eine Insolvenz wäre besser weil günstiger gewesen.
Und trotz allem ist Eintracht nicht die kleinste Kerze auf der Geburtstagstorte.
Es werden einfach nur Leute benötigt, die aus bescheidenen Mitteln etwas machen.
Komischerweise gibt es die außerhalb von Braunschweig durchaus.